Apr
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Seilvergleich
by Oliver
Flugmodelltechnik Fischer Euroline Pro
1,10 mm 33 % Kp 62 17,30
1,20 mm 33 % Kp 76 19,70
1,30 mm 33 % Kp 90 21,50
1,40 mm 33 % Kp 108 24,10
EMC Vega Speedline (linke Spalte Normwerte, rechte Spalte ermittelte Werte)
1,05 660 N 560 N 16,50
1,15 740 N 660 N 19,50
1,25 880 N 800 N 21,50
1,35 1040 N 920 N 26,00
1,45 1170 N 1040 N 31,00
Speedline ist ein von uns mit einem namhaftem Hersteller konsequent neu entwickeltes Expertenseil mit
mehr Zugkraft, robuster Oberfläche, bester Homogenität und daraus resultierender Zuverlässigkeit sowie
unerreichter Beschleunigung. Deswegen vertrauen bis zu 90 % der Wettbewerbspiloten auf Speedline. Ein
neuartiges Fertigungsverfahren ermöglicht eine bisher unerreichte Qualität. Gegenüber vielen Seilen können
die Speedline-Seile um bis zu 0,15 mm dünner gewählt werden. Die gute Elastizität verzeiht die meisten
Hochstartfehler und ermöglicht ein extremes Beschleunigungsvermögen.
Eine umfangreiche Testreihe unter strengen wissenschaftlichen Bedingungen an der Ruhr-Universität
Bochum mit inzwischen über 500 Einzelprüfungen aller am Markt gängigen Hochstartseile unter typischen
F3B-Bedingungen auf einer 2,5 KN-Prüfmaschine (andere liefern Fehlmessungen bis zu 10%) im Vergleich
zur Norm-Prüfung hat viele aufschlussreiche Ergebnisse gebracht. Vor allem wurden auch unterschiedliche
Konditionierungen (Feuchtegehalt, Belastungsgeschwindigkeit, Kerbungen, usw.) untersucht und weiterhin
die Unterschiede zu den Festigkeiten zwischen Herstellerangaben und F3B-Bedíngungen herausgearbeitet.
Diese Ergebnisse und zahlreiche Tips zu Hochstart, Empfehlungen zu Winden-Kern-durchmesser und
Seilstärkenwahl, Seilpflege sowie Knoten- und Klebetechniken sind in dieser EMC-Seil-Broschüre
erhältlich. Die nachstehenden Seilzugkräfte sind bei Versuchen unter modellflugtypischen Bedingungen ermittelt
worden. Die hier angegebenen Werte liegen um 10 bis 22% unter den bei DIN-Bedingungen ermittelten
Werten der Hersteller. DIN-Versuche mit extrem langer Dauer verfestigen die Seile zusätzlich.
Ich vermute, dass es bei den Angaben bezüglich der Reißfestigkeit von Euroline um Normwerte handelt. Unter dieser Vermutung müsste man annehmen, dass man Scaleline zumindest mit einem um 0,05 mm kleineren Durchmesser einsetzen kann. Im ersten Moment klingt das nach nichts, bezogen 1,2mm Seils sind es dann immerhin gute 4% weniger Stirnfläche. Weiterhin ist die Professionaliät mit der EMC Vega die Seile prüft, ziemlich erstaunlich (siehe Quotes). Angesichtsdessen, was dort für ein Aufwand betrieben wird, ist es sicherlich kein Fehler auf Scaleline zu vertrauen. Selbstverständlich nur unter der Annahme, dass alles Genannte auch der Wahrheit entspricht.
das liest sich sehr interessant; im ersten Ansatz würde ich zum Einck-Seil tendieren, versuchen kann man das auf jeden Fall mal
ich denke darüber wie folgt (man könnte sich damit wohl mal befassen, meine Gedanken hierzu sind nur unqualifiziertes “Nebelgestocher”)
- ich will zuerst mal lesen wie und was gemessen wurde, getreu dem Motto, “wer mißt mißt Mist”
- liegt evtl nur über ein Produkt eine Messung vor und das andere wurde vielleicht gar nicht vergleichbar gemessen ?
- ein nicht unwesentlicher Faktor bei Kunststofferzeugnissen im Allgemeinen ist die zulässige Maßabweichung des Bauteils von der Sollform
krasses Beispiel aus dem Bauwesen : PE-Folie als Dampfbremse (=> Dachgeschossausbauten) unterliegt produktionsbedingt (Hohlblasverfahren) Dickenschwankungen von bis zu 50% !, d.h. streng genommen muß man um einen Sollwert an allen Stellen sicher zu erreichen das Doppelte verbauen
=> um an allen Stellen den Sd-Wert einer 0,2mm Folie sicher zu erreichen müßte man über alles hinweg eine 0,4er Folie spannen. Das ist zwar Haarspalterei, mag sein, aber ….
=> ich weiß nicht wie so ein Hochstartseil produziert wird und wie da die Dickenschwankungen sind; gibt es bessere und schlechtere Produktionsverfahren ? Wer stellt wie her ? Die 5/100 Differenz zwischen den Seilen riechen nach Reckvorgängen oder ähnlichem => nachlesen, nachlesen, nachlesen- Zugang zur Lektüre vorrausgesetzt- auf was sind die Werte bezogen, etc ? Wie verhält sich die Bruchdehnung ? Wie groß ist der elastische Bereich ?
- die Stirnfläche könnte ein Thema sein, aber da bin ich auch stets im Disput mit Berni
mein Ansatz ist folgender (den elektrischen Energieeintrag könnte man tatsächlich vielleicht mal mit Messungen überprüfen ?):
unsere Winde liefert im Verhältnis furchtbar viel Energie, da arbeitet ständig ein 1,1kW-Motor an einem fetten Akku- das Seil und der Flieger werden in jedem Fall hochgezerrt, evtl halt ein wenig schneller oder langsamer, je nach Seildicke, Klappenstellung, Anstellstellwinkel, Trommeldurchmesser, Gegenwind, Luftfeuchte etc.
bis zum Ausklinken wird das Seil “immer langsamer” quer durch die Luft gezogen, bis wir im Idealfall genau in Seilrichtung auf die Umlenkrolle zustürzen
Wenn das Seil sich dann während dem Schuss in Längsrichtung bewegt, dürfte der Luftwiderstand verhältnismäßig gering sein, da spielt der Durchmesser vermutlich keine so große Rolle mehr
Wohl aber entscheidend erscheint mir die Federkraft, die das Seil erzeugen kann und auch die Seilmasse, die in den Himmel gezogen werden muß- denn unser Auftrieb ist begrenzt.
aus den etlichen Faktoren, von denen ich viel zu wenig weiß ziehe ich folgenden Schluß:
die Seildicke im 5/100-Bereich scheint mir eher eine religiöse Angelegenheit, Versuche mit identischen Flugzeug- und Windeneinstellungen werden da am ehesten Ergebnisse liefern => ausprobieren, alles loggern bei Laborwetter;-)
oder/ und mein Augenmerk liegt hier drauf
ich vermute, es gibt eine “ideale Startgeschwindigkeit” (die vermutlich auch noch je nach Modellwinkel und Höhe variiert)- die ideale Geschwindigkeit ist dann erreicht, wenn das Modell eine ausreichende Auftriebskraft liefert, die das Seil hochzerrt, aber das Seil nicht schneller ist als unbedingt notwendig -je schneller das Seil, desto höher die Verlustrate (Wirbelbildung)
laienhafter Vergleich, vielleicht trifft er auch gar nicht zu:
ich denke da an ein Segelboot im Hafen- ein Mann allein kann ein großes Boot an einem Seil ganz langsam mit wenig Kraft ziehen, aber schnelle Fahrt erfordert sehr viel Kraft, da die Wirbelbildung am Bootsrumpf sehr viel ausgeprägter ist
Ich vermute, bei meinem aktuellen Startgemurkse sind deutlich mehr wie 4%Abweichung zum Ideal:-), da hole ich durch üben deutlich mehr raus, wie durch ein (vielleicht) besseres Seil- aber Du hast Recht, man sollte alle Komponenten optimieren- vor allem dann, wenn es fast keinen Preisunterschied gibt
hups- spät geworden- ich glaube wir philosophieren mal irgenwann in der Sonne auf der grünen Wiese weiter; der Gesprächsstoff scheint nicht so schnell auszugehen;-), mal gucken- vielleicht geht Berni auch mal wieder mit fliegen; der ist für solche Überlegungen immer zu haben:-)
Nun, EMC hat zumindest mal mehrere Messungen gemacht, auf jedenfall was seine eigenen Seile betrifft. Außerdem denke ich, dass
eine ordentliche Zahl ist.
Wie schnell geht wieviel Seilenergie wieder zurück in den Caracho?
- Die Maßabweichung ist sicherlich ein Argument, wobei sich da vermutlich Euroline und Speedline nichts schenken. Da müsste man sich eventuell mal etwas schlauer machen. Im Notfall mit Schieblehre:-)
- Seilmasse ist ebenfalls nicht unerheblich, hatte ich ganz vergessen zu schreiben, etwa 8% weniger.
- Die Bruchdehnung liegt bei beiden Seilen bei etwa 33%, Federkraft dieselbe. Leider gibts nirgends ein Kraft-Dehnungs-Diagramm, wäre schon einmal interessant, um etwas mehr über den Schwinger zu erfahren
- Das ist schon richtig, dass wir auf jedenfall hochgezerrt werden. Allerdings zerrt der Lufwiderstand und die Seilmasse beides gegen den Auftrieb (hast du auch bemerkt), die Frage ist nun tatsächlich, inwiefern ist das überhaupt schlecht? Wahrscheinlich beeinflußt es lediglich die Ausklinkhöhe, weil es muss eh was gegen den Auftrieb zerren, im schlimmsten Fall dehnt sich das Seil ein wenig durch das Eigengewicht und aufgrund des Lufwiderstands?:-)
- Zur Wirbelbildung, siehe Auto -> Luftwiederstand steigt im Quadrat zur Geschwindigkeit. Also müssten wir eigentlich super langsam starten*g* Allerdings wird dann auch mehr gewickelt.
- Es gibt noch andere Seile teilweise mit mehr Dehnung. Ich kann mir nicht vorstellen dass man bei gleicher Bruchkraft und mehr Dehnung wieder dieselbe Energie zurück in den Caracho bekommt, außer die ganze Kraft hängt im letzten Meter;-)
Ich muss mal im Bett noch in Ruhe drüber nachdenken, bin momentan etwas zu verplant.
*gg* das wäre ja geradezu menschlich, wenn die ganze Kraft im lezten Meter hängt;-))
unpassend zu meinem unvollkommenene Flugstil ich bin ein Verfechter von “harten” Seilen, also Seile mit geringerer Dehnungsfähigkeit, gleiche Federkraft vorrausgesetzt-> dann reduziert sich die Sturzstrecke und somit die Strecke hoher Geschwindigkeit während des Startvorgangs
hier wäre ein Kraft-Dehnungs-Diagramm äußerst hilfreich, wohl wahr
Einen ganz langsamen Start würde ich auf den ersten Metern befürworten; danach sollte die Geschwindigkeit steigen und die Seilspannung erhalten bleiben?! Ich habe zu dem Thema ein, zwei, drei halbgare Ideen, die ich noch zur Diskussion stellen werde- aber das kommt später !
… ich reduzier jetzt mal lieber mein “Seilgeblubber”, mich hat´s nur gezwickt, das mußte ich loswerden….
von mir aus können wir die Seilgedanken locker zwei bis drei Wochen in die Warteschleife schicken
!weiterhin gedrückte Daumen!
Interessant!!
Jedoch habe ich so meine Probleme mit der Starttheorie …Startgeschwindigkeit…
Auf jeden Fall ist ein dünneres Seil ein wesentlicher Vorteil!! Wenn man so einen Start von der Seite anschaut, stellt man fest, daß das Seil bestimmt 10m hinterher hängt – ein richtig starker Bogen!!
Aber philosophiert haben über das Thema schon viel zu viele F3Bler – hab mir sogar mal ein sehr interessantes Referat von Kowalski über das Thema angehört – sein Fazit war, daß die hochfrequente Schwingung in dem Seil das größte Problem sei…
Mein Fazit: Dünnere Seile sind besser – EMC ist nicht teurer – also kaufen wir Einck-Seile.
Alles weitere werden wir praktisch diskutieren nicht theoretisch, weil wir da alle samt zu wenig wissen.
An Versuchen erkennen wir am schnellsten, was am besten ist.
UND – die SCHLÖRSCHEN Spannungsspitzen – vor Deinem nächsten Start wird die Klappengeschwindigkeit überprüft!
….. sind auch Katapulte zugelassen, dann könnte man sich die Seile sparen !?!?! ( ..und die Winde
)
Aber schreibt ruhig weiter, es ist wirklich alles sehr interessant, mal gugga was rauskommt